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Hilfe und Beratung für Alkoholtrinker und ihr Umfeld

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Ich habe Gesundheitsprobleme
Alice (28 Jahr) - Staatsangehörigkeit Französin - 17 März 2022 - Teilen auf: Facebook - Twitter
"Hallo, ich bin 28 Jahre alt und habe mit 18 angefangen zu trinken. Stets lebte ich exzessiv, alles was ich tue, mache ich mit Liebe und Leidenschaft, leider trinke ich auch mit Leidenschaft. Ich wollte immer frei sein... aber ich habe gerade gemerkt, dass ich es seit über 10 Jahren nicht mehr bin. Meine erste Ehe ist wegen des Alkohols in die Brüche gegangen. Ich liebte ihn nicht wirklich, also habe ich mich jeden Abend betrunken. So wollte er nichts mehr von mir wissen und ich wollte ihn auch nicht mehr. Ich habe sehr schnell wieder geheiratet, diesmal aus Liebe, aber ich habe das Gefühl, dass ich den Alkohol immer noch mehr liebe, weil er mich zumindest liebt und immer da ist. Er ist immer präsent, nicht allzu teuer, sei dies auf der Terrasse oder zu Hause, in einem Bistro oder in einem Park. Ich finde mich immer noch hübsch und attraktiv, aber mit meiner Gesundheit geht es bergab, und am Morgen danach bin ich am Rande der Agonie (ernsthaft). Mein Mann kann/will meinen Alkoholismus nicht mehr ertragen, obwohl er auch oft trinkt, aber er weiß, wann er aufhören muss. ICH NICHT, wenn ich anfange, muss ich weiterfahren bis zum Ende, bis zum K.O., sonst werde ich verrückt und sehr wütend, ich kann mich in Gefahr bringen, um Alkohol zu besorgen. Hinzu kommt meine Arbeit, die ich auf keinen Fall verlieren möchte und die für mich lebenswichtig ist. Ich bin hin- und hergerissen zwischen dem perfekten Leben, das ich mir wünsche, und dem, das ich habe: einen verrückten Ehemann, der mich liebt, wunderbare Eltern, die mein Problem verstehen, auch wenn sie unsere Religion nicht akzeptieren, und einen Job, der meine Erwartungen erfüllt. Und ich halte mich selbst für intelligent und fähig, alles zu bewältigen, obwohl das nicht stimmt und ich mir dessen bewusst bin. Ich muss trinken, entweder den Wodka in der Tasche oder das ‘Pint’ beim Ausgehen, aus dem dann fünf oder sechs werden (oder mehr noch an Wochenenden) und es endet immer schlecht. Ich will die perfekte Frau sein und ich bin es, wenn ich nicht trinke. Und wenn ich einmal anfange zu trinken, sage ich mir, dass es das ist, was ich liebe und dass niemand mir diesen Zustand nehmen oder verbieten darf. Aber am nächsten Tag übergebe ich mich, kann mich kaum bewegen, gehe nicht aus dem Haus und verbringe mein Wochenende im Bett und bin nicht fähig mich zu ernähren. Ich bin müde, es ist eine harte Droge, und sie ist überall zugänglich und zerstörerisch (mit 28 Jahren beginne ich, ein sehr schlechtes Gedächtnis zu haben). Ich habe zu viel geschrieben, ich weiß, es tut auch sehr weh... Ich weiß nicht, wie ich davon loskommen kann, aber ich weiß, dass ich die Kraft in mir selbst finden muss. Für alle, die meinen Bericht lesen: Mut! Denkt an diese Nachricht und denkt daran, dass eine junge Frau von 28 Jahren, die verheiratet und stabil ist und sich in einer sehr guten Position befindet , sich wegen ihrer Sucht zerstören wird. "

Anonym (25 Jahr) - 16 Februar 2021 - Teilen auf: Facebook - Twitter
"Guten Tag, ich bin 25-jährig und habe vor 2 Jahren so richtig zu trinken angefangen. Ich habe schon in meiner Jugendzeit getrunken, aber nur an Festivitäten, am Wochenende und so… Aber jetzt trinke ich seit einem Jahr jeden Abend. Alleine. Ich sage mir, dass ich nur einen trinken würde… dann sind es aber 2, 3, 4, 5… (Whisky). Dann höre ich auf, wenn ich sehe, dass ich nur noch vier Stunden zu schlafen habe… Die Morgen danach sind hart, Muskelkater, Magenschmerzen, das Licht erscheint mir zu stark, ein schwerer Kopf ! Ich denke aber, dass man sich daran gewöhnen wird… Nach dem Rausch des Vorabends wird das in einer Stunde oder etwas mehr vorbei sein… so war es aber nicht… dann mache ich einen 3-stündigen Mittagsschlaf und habe überhaupt keine Motivation mehr. Von Natur aus bin ich ziemlich schüchtern, ängstlich und gestresst und abhängig… und ich habe mein Selbstvertrauen total verloren…. ist dies wegen des Alkohols ? Ich habe keine Freundinnen mehr; ich treffe zwar Männer, aber keiner will etwas mit mir zu tun haben - zeige ich mein Unwohlsein zu sehr ? Es hilft mir nicht und ich fühle mich minderwertig. Ich bin nicht interessant, nicht hübsch, nicht lustig und Alkoholikerin. Ich trinke gerne, das entspannt mich. Da ich alleine lebe, fühle ich mich so weniger gelangweilt, und wenn ich mit andern Menschen zusammen bin, bin ich nicht mehr das schüchterne Mädchen, das ich nicht gerne bin ! Ich fühle mich besser. Ich mag mich besser mit 3 Gläsern Alkohol im Blut als ohne. Dies erlaubt mir aus meinem Panzer auszubrechen... und zu reden+. Nun habe ich die Gewohnheit, vor einer Verabredung ein oder zwei Gläser zu trinken um mich zu entspannen… Ich möchte nicht ganz abstinent leben, nur am Samstag, wenn ich ausgehe trinken… ist dies wirklich möglich ?
Erlebnisberichte: von der Originalsprache Französisch ins Deutsche übersetzt"

Tao (39 Jahr) - Staatsangehörigkeit Französische - 22 Februar 2021 - Teilen auf: Facebook - Twitter
"Guten Abend. Ich bin 39-jährig und vor 7 Jahren habe ich mir eingestanden, dass ich ein Alkoholproblem habe. Die Hälfte dieser Zeit habe ich in psychiatrischen Kliniken verbracht, dies wegen meiner Rückfälle: 12 Klinikaufenthalte. Nun bin ich seit sechs Monaten abstinent, aber die Bilanz ist katastrophal. Ich habe alles verloren. Meine körperliche Gesundheit ist stark geschädigt: Neuropathischer Lupus (Autoimmunerkrankung – chronische Entzündung der Haut), chronische Phlebitis (Venenentzündung), Papillomaviren, grüner Star, zweifache, schlecht behandelte und schlecht verheilte Brüche. Während langer Zeit habe ich mehr als 12 Stunden pro Tag gearbeitet, während 9 Jahren habe ich sogar eine Bäckerei geführt, weshalb ich auch keine Kinder haben konnte. Heute bin ich invalid und erhalte 750 Euro im Monat, das ist alles. Mein Psychiater hat mir ans Herz gelegt, ja nicht mehr zu arbeiten – aber wie soll man so überleben, mit einem Mietzins von 500 Euro ? Auch die Invalidenversicherung hat mein Gesuch zweimal abgelehnt. Mein Dank gilt den Gassenküchen (Essensausgabe an Bedürftige), die mir helfen, zu überleben. Wie findet man die Kraft weiterzuleben, wenn man weiss, dass man bald auf der Strasse steht? Kein Sozialarbeiter weiss mir eine Antwort, mein Fall liegt ausserhalb der Gesetzestexte, man kann mir nicht weiterhelfen, da ich auch keine RSA (aktives Solidaritätseinkommen, Sozialleistungen) beziehe; also was mache ich nun? Leben oder sterben ? Vielen Dank, dass ich Ihnen meine Erlebnisse schreiben durfte. Eine kranke Alkoholikerin zu sein, das ist schlecht angesehen und zerstört alles...
Erlebnisberichte: von der Originalsprache Französisch ins Deutsche übersetzt "