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Hilfe und Beratung für Alkoholtrinker und ihr Umfeld

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Beiträge

Wie ich meinen Konsum reduziert habe
Olivier du 50 (52 Jahr) - Staatsangehörigkeit Frankreich - 11 Juni 2025 - Teilen auf: Facebook - Twitter
"Guten Morgen. Ich habe in der sechsten Klasse angefangen, Bier zu trinken. Klein, nicht schön, das fünfte Rad am Wagen. In der Grundschule war ich sehr gut, in der Mittelschule entgleiste ich. Ich betrank mich jedes Wochenende und fiel ins Alkoholkoma. Die Wochenenden wurden mit Cannabis verbracht. Die Jahre vergingen...... Ich war zum Alkoholiker geworden und traurig. Dabei hatte ich alles, um glücklich zu sein. Gesunde Kinder. Eine Freundin. Einen Job. Keine Probleme mit Geld. Aber nichts von Interesse, keine Leidenschaft, alles geht mir auf den Keks. Ich lasse tlm glauben, dass ich glücklich bin, es funktioniert.... Was ich am Alkohol liebe, ist die schnelle Wirkung, schnell high zu werden, Ich liebe meine Einsamkeit. 1 Monat ohne Alkohol. Das wird !!!! Aber was für ein Mist. Ich höre mit dem Trinken auf, Cannabis schon lange, weil es mich am nächsten Tag traurig macht, Selbstmordgedanken, die Hölle am Tag nach einem Besäufnis. Ich wünschte, ich wäre ein anderer Mensch. "

Anonym (43 Jahr) - Staatsangehörigkeit Frankreich - 05 Dezember 2023 - Teilen auf: Facebook - Twitter
"Ich für meinen Teil weiß gar nicht, wo und wie ich anfangen soll! Ich habe vor nunmehr 20 Jahren mit dem Trinken angefangen. Mein damaliger Partner und ich tranken sprudelnden Weißwein, dem wir Sirup hinzufügten... (fast 6 Jahre lang, während unserer Beziehung). Der Alkohol war übrigens ein bisschen der Grund für die Trennung, aber im Grunde war es besser so. Während meiner Zeit als Single trank ich weiterhin alleine, es begann mit einem Bier nach der Arbeit, dann folgte Rosé-Sekt bis zum Schlafengehen... ich habe es so sehr übertrieben, dass es mir passiert ist, dass ich mein Bier beim Autofahren getrunken habe (ich nahm damals Tanzunterricht, also nahm ich auf dem Weg "meinen Aperitif"), wie rücksichtslos... Vor drei Jahren entdeckte ich bei einem ganz gewöhnlichen Abdomen-Scan, dass ich eine Fettleber habe! Auch das ist nicht überraschend. Seitdem kämpfe ich darum, diesen Konsum zu kontrollieren. Ich kaufe jede Woche zwei 3-Liter-Cubis Rosé und stopfe sie mir ganz alleine in den Mund. Mein Partner ist sich meines Problems nicht wirklich bewusst, da ich so sehr daran gewöhnt bin, dass ich auch nicht jeden Tag betrunken bin. Aber ich bin nicht glücklich! Warum bestimmt der Alkohol mein Leben? Warum bin ich kein normaler Mensch? Ständig mache ich mich selbst klein und verunglimpfe meine Willensschwäche. Ich wollte versuchen, weniger zu trinken, weil ich dachte, dass ich es alleine schaffen würde, nein zu meinem Cubi.... zu sagen - nichts zu machen! Aber jetzt habe ich beschlossen, meine Gesundheit in die Hand zu nehmen. Eine Leber hat man nur einmal... Ich habe zwei Tage lang nichts getrunken! Es klingt lächerlich, aber ich glaube, dass mir das in 20 Jahren noch nie passiert ist. 2 Tage, in denen ich mich wie ich selbst fühle, stark durch diesen kleinen Kampf, den ich alleine führe (die Scham ist da, man spricht nicht darüber), aber die Freude, die ich dadurch empfinde, kann ich auch nicht teilen, da niemand davon weiß. Ich bin überzeugt, dass ich es schaffen werde, weil ich den Willen habe. Ich schaffe es, meinen Rosé nicht mehr zu kaufen (1. großer Schritt), es ist nur eine Frage der Gewohnheit, die Gewohnheit zu brechen, um 17 Uhr, wenn ich nach Hause komme, auf mein Glas zu springen, bis zum Abend 21:30 Uhr (die Stoppzeit, die ich mir vorgenommen hatte), bis dahin habe ich versucht, meinen Konsum zu kontrollieren, jetzt habe ich mir vorgenommen, aufzuhören (nicht vollständig, aber ich sage mir, dass es ein kleiner Sieg ist, wenn ich es schaffe, in der Woche schon nichts zu trinken) Ich bin kein Profi in Sachen Aufsätze. ;-) lol aber ich hoffe, dass mein Bericht hilfreich ist."

Stef5678 (42 Jahr) - Staatsangehörigkeit Franzose - 03 März 2022 - Teilen auf: Facebook - Twitter
"Geheilt vom Alkohol dank Baclofen. Guten Tag, ich erzähle von meiner Heilung vom Alkoholismus seit fast 15 Jahren. Mit grossem Willen hatte ich versucht abstinent zu leben, aber es kam immer wieder zu Rückfällen. Eines Tages entdeckte ich eine Site über Baclofen. Dort habe ich mich eingeschrieben. So habe ich meine Behandlung begonnen und man leitete mich weiter an ein Forum, das von geheilten Menschen betrieben wird. Ich hatte einige Nebenwirkungen, aber ich habe durchgehalten. Heute bin ich total befreit von meiner Abhängigkeit. Das ist wirklich unglaublich, ich trinke nur zwei Gläser Wein und dann habe ich überhaupt keine Lust mehr weiterzufahren. Die obsessiven Gedanken an den Alkohol habe ich nicht mehr und ich bin sehr glücklich in einem neuen Leben. Gerne wollte ich meinen Bericht schreiben. Wenn es jemanden hilft, bin ich sehr froh darüber."

Tib’s (44 Jahr) - Staatsangehörigkeit französischer - 16 Februar 2021 - Teilen auf: Facebook - Twitter
"Ich bin 44 Jahre alt, lebe in einer eingetragenen Partnerschaft und Vater zweier reizender Mädchen. Wirklich zu trinken angefangen habe ich mit 32 Jahren! Wie dies viele tun, habe auch ich im Gymnasium und während meines 6- jährigen Studiums Tabak, Cannabis und Alkohol zusammen konsumiert. Ich trank eigentlich nie alleine sondern gewöhnlich zweimal wöchentlich, am Studentenabend donnerstags und dann an den Samstagabenden… Oft trank ich zu viel, aber ich erholte mich stets rasch und ohne Schuld- oder Abhängigkeitsgefühle. Ich muss sagen, dass mir der Cannabiskonsum während all dieser Jahre genügte um «mich durchzuschlagen «… Im Berufsleben angekommen, sah ich meine Trinkkollegen und meine langjährigen Freunde, mit denen ich gewöhnlich feierte, viel weniger. Ich trank praktisch nichts mehr und dies fehlte mir auch nicht. Ich hatte stets nur eine sogenannt ‘soziale’ Konsumation; Familienessen, Einladungen oder andere Gelegenheiten. . Es kam selten zum Exzess und immer lagen mehrere Tage dazwischen. Meine Lebenspartnerin und Mutter meiner Kinder und ich wurden, als ich 30 Jahre alt war, ein Paar. Nun sah ich meine damaligen Freunde noch weniger. Durch das Erwachsenen- und Eheleben und das Eltern-Sein haben wir uns mehr und mehr voneinander entfernt. Dies war für mich der Zeitpunkt zusammen mit meiner Frau mit dem Rauchen aufzuhören. Es war gar nicht einfach, nach 20 Jahren Tabakkonsum (aber das ist hier nicht das Thema). Während 10 Jahren habe ich keine Zigarette mehr angerührt. Jedoch fuhr ich fort Cannabis zu konsumieren. Auch bin ich Vater geworden. Ein strenger Vater, der seinen Kindern nur das Beste geben und ihnen das gute Beispiel zeigen wollte. Leider habe ich nur 3 Monate vor der Geburt meiner Tochter meine Festanstellung als Vertreter gekündigt, ein Job, der mir überhaupt nicht mehr zusagte und ich hoffte, möglichst schnell eine neue Arbeit zu finden. Ich war arbeitslos, und wusste nicht, was ich tun sollte; aber ich hatte Zeit, um mich um meine Tochter zu kümmern. Eine Zeitlang war ich so glücklich. Mein Studienabschluss brachte mir nicht viel, ich arbeitete zu lange Zeit in einem andern Bereich. Unerfahren und wenig glaubwürdig gegenüber einem Personalberater um einen Job meinem Studium entsprechend zu bekommen, ging es nach dem Gespräch nicht weiter. Nach einigen Monaten war ich mehr und mehr beunruhigt, oft deprimiert und bereit irgend eine Arbeit anzunehmen um meine Familie durchzubringen. Zu diesem Zeitpunkt bot mir die Arbeitsvermittlung eine Stelle als Lehrerstellvertreter in einer Privatschule an. Super, ich träumte schon immer davon, zu unterrichten… und hier blieb ich 5 Jahre! Trotzdem hatte ich anfangs kein Selbstvertrauen. Ich fing an, ab und zu ein Bier zu trinken um meine Aengste vor der neuen Stelle und den 30 Schülern überwinden zu können… Erraten Sie was dann kam. Ich musste unterrichten und Examen in Biologie, Informatik und Mathematik über 9 Stufen in verschiedenen Klassen vom Gymnasium bis zum Lizentiat vorbereiten - und dies zu einem Hungerlohn, da ich nur Stellvertreter war. Unsere zweite Tochter kam zur Welt. Umzug und eine andere Stelle als Stellvertretungslehrer; berufliche Unsicherheit und deutlich zu niedriger Lohn. Danach erneuter Umzug und Stellenwechsel – auf Anraten eines Freundes – zum Vermögensverwalter. Umschulung, erneuter Umzug, neue Umgebung, neue Arbeitsweise, anderes Denken --- und immer noch viel Stress. Zu diesem Zeitpunkt habe ich angefangen, meinen Alkoholkonsum zu erhöhen: 2 Bier (50 cl) pro Tag, mittags und abends. Ich trank allein und im Verborgenen. Ich hatte ein schlechtes Gewissen. Ich wollte nicht, dass meine Töchter und meine Frau etwas davon bemerkten. So verwendete ich verschiedene Strategien. Während der Jahre bin ich auf Pasitis, direkt aus der Flasche, umgestiegen. Manchmal trank ich eine halbe Flasche in einigen Stunden, begleitet von einem Liter starkem Bier, während meine Frau am Arbeiten und meine Töchter in der Schule waren. Ich fühlte mich schlecht und dachte, dass man das merken würde, auch wenn ich versuchte, es zu verbergen. Unmöglich, dass meine Frau das nicht gemerkt hatte !! Ich mache mir Vorwürfe, Ihr dieses offene Geheimnis zugemutet zu haben. Dieses Thema ist tabu für sie, denn ihr Vater war ein starker Alkoholiker, hat sich, als sie klein war, nicht um sie gekümmert und ist schwer leidend in absoluter Misere gestorben. Ich aber habe zu Hause und beruflich immer alles ‘i.O.’ gemacht, hier sind mir kaum Vorwürfe zu machen. Wie dies viele tun, habe auch ich «Pausen» von einer Woche, oder selten auch zwei, eingebaut. Bei den ersten Angstzuständen hatte ich einen Rückfall. Vor kurzem habe ich das ‘Kap’ überwunden: GENUG vom GENUGHABEN ! also habe ich einen LETZTEN VERSUCH gemacht… einen VER-SUCH! Ja sogar ein ‘GELÜBDE’ habe ich abgelegt, damit ja dieser Versuch nicht fehlschlägt ! Es gab eine einzige Regel einzuhalten: NIE ALLEINE TRINKEN. Konsequenzen: Ich trinke nicht mehr, ausser gemässigt beim Essen mit Gästen (1 oder 2 mal im Monat). Ich verstecke die Flaschen nicht mehr, ich mache wieder viel Sport und Meditation… ich spiele Klavier. Wenn das Verlangen sehr stark ist, hilft mir das Baclofen rechtzeitig eingenommen sehr gut. Meine Hautfarbe hat sich verändert, die Rötungen im Gesicht und meine überzähligen Kilos sind verschwunden, mein Selbstvertrauen hat sich stark gesteigert… Und viele andere positive Dinge für mein Familien- und mein Eheleben. So hoffe ich, dass dieser Erlebnisbericht, der mir auch ein bisschen als Therapie dient, andern in dieser so schwierigen Situation Hoffnung gibt.
Erlebnisberichte: von der Originalsprache Französisch ins Deutsche übersetzt"

Anonym (61 Jahr) - Staatsangehörigkeit französischer - 16 Februar 2021 - Teilen auf: Facebook - Twitter
"Am Freitag nach einer Woche Arbeit gehe ich gewöhnlich nach 14h30 in einen Laden und kaufe mir eine Flasche Whisky. Ich trinke einige Gläser und dann gehe ich meistens um 18 Uhr ins Bett. Dies beunruhigt mich, denn am nächsten Tag fühle ich mich sehr oft wirklich schlecht. Dies kommt nur freitags vor, aber ich möchte damit aufhören, denn ich habe Angst, dass dies auch an andern Wochentagen vorkommen könnte. Wenn Sie mir hierbei helfen könnten, würde mich das beruhigen. Danke für Ihre Antwort.
Erlebnisberichte: von der Originalsprache Französisch ins Deutsche übersetzt"